Meine Reisen als Kind

Ich liebe das Reisen seit ich denken kann! Denn bereits als Kind habe ich zusammen mit meinen Eltern mit dem Auto Europa erkundet. Doch was hat sich seitdem geändert? Wie habe ich das Reisen als Kind empfunden, und wie erlebe ich es jetzt?

Meine liebsten Erinnerungen
Mit dem Reisen verbinde ich zahlreiche glückliche Kindheitserinnungen. Denn meine Eltern sind wirklich oft mit mir weggefahren, und dafür bin ich ihnen bis heute sehr dankbar! So ging es jedes Jahr mehrmals mit dem Auto und Zelt und später mit dem VW-Bus durch ganz Europa: nach Italien, Griechenland, Frankreich, Spanien, Norwegen, Dänemark, Schweden, die Schweiz, Österreich und diverse Länder mehr.  An viele Erlebnisse kann ich mich noch ganz genau erinnern!

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Voidokiliabucht Petrochori, Griechenland

Schon damals habe ich mich wochenlang im voraus auf die Reisen gefreut. Die Nacht von der Abreise tat ich meist kein Auge zu und konnte es gar nicht erwarten, bis es endlich losging. Meist sind wir in den frühen Morgenstunden aufgebrochen, wenn es noch dunkel war – das frühe Aufstehen hat mir aber nie etwas ausgemacht! Im Auto habe ich mir dann die Nase an der Scheibe plattgedrückt und beobachtet, wie sich die Natur verändert. Ist dir schon mal aufgefallen, dass sich der Teer auf der Strecke von Deutschland nach Italien hinter dem Brenner immer weiter rot färbt? Mir schon! Für mich war dies immer ein Zeichen für den Beginn des Urlaubs.

Meine Eltern haben keine Flugreisen mit mir unternommen. Auch weiter entfernte Reiseziele haben wir mit dem Auto bereist. Nach Griechenland sind wir immer mit der Fähre gefahren und haben auf Deck mit Luftmatratzen und Schlafsäcken übernachtet! Ich kann mich bis heute an den Geruch am Hafen erinnern, der uns entgegen wehte, wenn wir darauf warteten, auf die Autofähre zu fahren: eine Mischung aus Meer, Salz, Benzin und Fisch. Diesen Geruch verbinde ich bis heute mit Urlaub. Auch das hektische Treiben und die Aufbruchsstimmung am Hafen habe ich geliebt! Die Brummifahrer, die rauchend und lachend beisammen standen, die Famlien mit ihren Kindern, die wie ich ganz aufgeregt vor Vorfreude herumsprangen und die Matrosen und Hafenarbeiter, die geschäftig hin- und herliefen und die Beladung der Fähre koordinierten. Für mich war diese Atmosphäre magisch!
Weniger magisch fand ich allerdings, dass alle griechischen Matrosen mir immer über das blonde Haar strichen. Angeblich bringt das Glückl… naja immerhin konnte ich so einen Besuch auf der Brücke beim Kapität rausschlagen.

Auch das Schlafen im Zelt ist ganz present in meinen Kindheitserinnerungen. Der Geruch der Luftmatratze und des Zeltes, zusammen mit einer sanften Brise vom Meer und dem Rauschen der Wellen am Strand werde ich nie vergessen. Nie habe ich besser geschlafen.  Natürlich erinnere ich mich auch an die Landschaften und manche Orte, die ich als Kind im Urlaub besucht habe. Aber viel präsenter ist die Erinnerung an das Gefühl, das ich während und vor den Reisen hatte. Dieses Gefühl der Freiheit und Unbeschwertheit.

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Düne von Pyla, Frankreich

Was sich geändert hat
Natürlich hat sich die Art des Reisens mit der Zeit verändert. So mache ich mittlerweile eher selten Urlaub in Europa. Stattdessen fliege ich um die halbe Welt und erkunde andere Kontinente wie Amerika oder Asien, die ich in meiner Kindheit nicht bereist habe.
Auch schlafe ich leider fast gar nicht mehr im Zelt. Das liegt unter anderem daran, dass beim Backpacking die ganze Ausrüstung ziemlich ins Gewicht fällt. Meine bevorzugte Unterkunftsart sind mittlerweile einfache Hostelzimmer mit Gemeinschaftsbad oder Strandbungalows. Fürs nächste Jahr plane ich aber eine Fernwanderung und habe mir fest vorgenommen, ein bequemes Bett im Hostelzimmer gegen eine Isomatte und ein Zelt auszutauschen.
Natürlich ist das Reisen auch nicht mehr ganz so unbeschwert, wie es früher war. So muss ich selbst die Planung übernehmen, mich um das Finanzielle kümmern und eigenverantwortlich handeln. Allerdings gibt mir das auch eine Entscheidungsfreiheit, die ich früher nicht hatte. Das ist wohl das Beste am Erwachsensein: Mit ein paar Einschränkungen kann man gehen, wohin man will und tun, worauf man Lust hat.

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Was sich niemals ändern wird
Besonders habe ich immer unsere Urlaube am Meer geliebt. Schon als Kind konnte ich nicht genug vom Wasser und Strand bekommen. Ob in Griechenland am feinsandigen Strand, an der rauen Atlantikküste oder in den Dünen auf Bornholm: Ich konnte mich stundenlang am Wasser aufhalten, Burgen bauen, die Füße im Sand eingraben und natürlich baden. Und das so lang, bis meine Lippen blau wurden. Und auch heute sind Meer und Strand noch die Highlights meiner Urlaube. Vielleicht baue ich keine Sandburgen mehr, dafür beobachte ich die Wellen und den Horizont. Nichts gibt mir so viel Ruhe wie das Meer.

Obwohl ich nicht mehr mit dem Zelt und dem Auto unterwegs bin, heißt das noch lange nicht, dass ich das Grundkonzept meines Reisens geändert habe. Ich mag Pauschal- und All-inclusive-Urlaube bis heute nicht und plane lieber selber meine Reiseroute. Auch verweile ich nicht gern an einem Ort und wechsel immer nach wenigen Tagen meinen Standort, wie es meine Eltern damals schon mit mir getan haben. Ein Land zu bereisen bedeutet weiterhin für mich, wenn möglich das komplette Land zu sehen und soviele Eindrücke wie möglich zu sammeln.

Vor allem aber hat sich das Gefühl für das Reisen für mich nie wirklich geändert. Diese Sehnsucht nach neuen Orten, das Fernweh, die Glückseligkeit wenn ich unterwegs bin und alles hinter mit lasse, das unbändige Freiheitsgefühl und die Aufregung beim Entdecken: die Begeisterung, wenn ich mit den Füßen das erste Mal im Urlaub ins Meer wate, mein erstes Eis esse, oder von einem Berg über eine wunderschöne Landschaft blicke. Ich bin wahnsinnig dankbar, dass ich dieses Gefühl schon so früh kennenlernen durfte, das mich bis heute begleitet und einen großen Teil meines Lebens ausmacht.

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Blogparade „Meine Reisen als Kind“ vom Blog family4travel . Hier findest noch zahlreiche andere Beiträge zu dem Thema.

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