Warum ich das Reisen liebe…

„Warum in die Ferne schweifen?“ – diese Frage stellt Jessica von Yummytravel  in ihrer aktuellen Blogparade. Also warum reise ich eigentlich? Warum lasse ich so oft wie möglich meine gemütliche Wohnung hinter mir, um mit einem Rucksack, der nur Platz für das Nötigste bietet, durch die Welt zu reisen? Warum gebe ich einen Großteil meines Geldes für teure Flüge, Unterkünfte, Kameraausrüstung und Reiseutensilien aus? All diese Fragen haben eine einfache Antwort: Weil ich das Reisen liebe! Und das hat viele Gründe:

DSC01551
Grand Canyon, USA

Dem Alltag entfliehen
Natürlich ist eine Reise immer auch eine Pause vom Alltag und ein Ausbrechen aus den eingefahrenen Routinen. Im Urlaub ist jeder Tag frei planbar, ich muss nichts erledigen, und alles ist möglich. So kann ich schlafen solange ich möchte, ins Bett gehen, wann ich Lust habe, hingehen wo ich will und unternehmen wonach mir gerade der Sinn steht. Wenn ich mir Urlaub nehme, bleibe ich eigentlich nie zuhause: Denn dort bin ich konfrontiert mit diversen Verpflichtungen. Ständig will irgendeine unangenehme Sache erledigt werden. Mit einer Reise lasse ich auch diese nervigen kleinen Aufgaben hinter mir und kann so richtig entspannen und neue Kraft tanken. Nach dem Urlaub starte ich dann mit neuer Motivation in meinen Alltag.

Neue Orte erkunden
Natürlich ist dieser Grund fast der Offensichtlichste! Trotzdem möchte ich ihn erwähnen. Ich liebe es einfach neue Länder, Städte und Landschaften zu erkunden, die Gerüche und Eindrücke in mich aufzusaugen und mich in einer neuen Umgebung treiben zu lassen. Zu sehen, wir andere Menschen leben, ihren Alltag gestalten und wie sie die Welt sehen, finde ich einfach spannend und bereichernd.

Großartige Fotomotive
Egal ob imposante Bergketten, schroffe Steilküsten, feine Sandstrände, karge Wüsten oder satte Wiesen – ich liebe die Natur und ich liebe es, die schönsten Orte auf Fotos festzuhalten. Motive gibt es auf einer Reise meist wie Sand am Meer. Ich kann mich ewig damit beschäftigen, den besten Winkel für eine Aufnahme zu suchen, und diverse Male bin ich meinen Mitreisenden ordentlich auf die Nerven gegangen, weil ich ständig stehen bleiben musste, um noch ein Foto zu machen.

Über den Tellerrand blicken
Auf Reisen trifft man so viele unterschiedliche Menschen aus aller Welt, mit denen man sonst wahrscheinlich nie in Kontakt gekommen wäre. So saß ich schon oft plötzlich mit den verschiedensten Menschen mit den unterschiedlichsten Meinungen und Lebenseinstellungen an einem Tisch und habe mich in meiner eigenen, mal in einer Fremdsprache oder auch nur mit Händen und Füßen unterhalten! Egal wie verschieden die Menschen sind, vereint sie doch die Leidenschaft für das Reisen und Entdecken! Außerdem lernt man die anderen Backpacker meist von ihrer besten Seite kennen. Denn jeder ist gut gelaunt und entspannt. Vielleicht entstehen nicht immer Freundschaften fürs Leben, aber ich finde der Austausch mit anderen Reisenden ist ein großartiger Aspekt des Unterwegsseins.

Absolute Freiheit
Die stärkste Motivation für immer neue Reisen ist jedoch für mich das damit verbundene Freiheitsgefühl! Zwar empfinde ich dieses Gefühl in abgeschwächter Form auch beim Laufen in der Natur oder beim Wandern in den Bergen, aber nie ist es so stark, wie beim Reisen. Das Gefühl, als ich nach 1200 Stufen den Gipfel des Tiger Cave Temple Mountains in Krabi, Thailand erklommen hatte, als ich die riesige Sanddüne von Pyla in Frankreich entlangwanderte, als ich den Sonnenuntergang über den Hügeln Pais im Norden Thailands betrachtete, als ich im tiefsten Winter an der polnischen Ostseeküse an dem eisigen Strand spazieren ging, war einfach immer unbeschreiblich schön. In diesen Momenten werden die alltäglichen Probleme ganz klein und ich fühle mich unverwundbar, stark und habe das Gefühl, das alles möglich ist – das ich überall hingehen und alles erreichen kann, wenn ich nur will.

Abenteuer erleben
Meistens geht das Leben im Alltag seinen gewohnten Gang. Neben Arbeit, Sport, Freunden und Familie bleibt wenig Zeit um neue Dinge auszuprobieren. Auf Reisen dagegen, erlebt man gerade beim Backpacking ganz automatisch Abenteuer. In den letzten Jahren bin ich so auf Reisen das erste Mal Roller gefahren, in der Shark Bay schnorcheln gegangen (wenn auch nicht lang :D), beim Wildcampen in Griechenland von bewaffneten Wildhütern geweckt worden, aus Versehen in ein Holi Fest in Bangkok geraten und in Kroatien von einer 14 Meter hohen Klippe gesprungen. Alles Dinge, die mir in meinem Alltag in Deutschland eher nicht passiert wären. Vielleicht haben nicht alle Erfahrungen in dem Moment Spaß gemacht, aber an all diese Erlebnisse werde ich mich wahrscheinlich immer erinnern und sie bieten das beste Material für gute Urlaubsgeschichten.

Fernweh
In der Zeit zwischen zwei Reisen habe ich meist schreckliches Fernweh. Vor allem, wenn noch kein nächster Urlaub geplant ist, bin ich unruhig und manchmal fast schon ein bisschen unglücklich. Dagegen hilft dann auch wirklich nur eins: eine neue Reise planen, Reiseführer wälzen und so lange wie möglich im voraus auf den Urlaub freuen. Denn der nächste kommt bestimmt!

 

Merken

Advertisements

Ein Gedanke zu “Warum ich das Reisen liebe…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s