New York: Coney Island

März ist nicht unbedingt die beste Jahreszeit für einen New-York-Trip: Während unseres Besuchs wehte die meiste Zeit ein eisiger Wind, es lag stellenweise noch Schnee und meine Übergangsjacke war nicht mal ansatzweise warm genug für die Minusgrade. Einen Vorteil brachte uns Reisezeit aber dann doch! So hatten wir die sonst mit Touristen und Ausflüglern überfüllte Halbinsel Coney Island am südlichsten Zipfel Brooklyns fast für uns allein. Coney Island ist vor allem für den langen Sandstrand, den Boardwalk (Holzsteg) sowie den großen Luna Park direkt am Atlantik bekannt.

Ich bin ja eigentlich kein großer Fan von Achterbahnen, Karussellen und Freefall-Türmen. Das liegt aber vor allem an den Menschenmassen, die man in Vergnügungsparks in Kauf nehmen muss. Von diesen wurden wir zum Glück während unseres Besuchs verschont. So konnten wir in Ruhe zwischen den verlassenen bunt bemalten Metallskeletten der Fahrgeschäfte hindurchschlendern, vorbei an geschlossenen und verrammelten Restaurants und Buden, die nur darauf warteten, dass der Sommer wieder Besucherströme zu diesem verlassenen Ort tragen würde. Der Luna Park wirkte durch seine Einsamkeit, das kalte Wetter, die leeren Parkplätze und den herumliegenden Müll fast schon etwas gruselig und postapokalyptisch. Ich fand es wunderschön :D!

Auch der breite Sandstrand ist einen Besuch wert! Die Hochhäuser haben sich hier fast bis ans Meer herangedrängelt und lassen der Natur noch noch wenig Platz, bevor der Atlantik beginnt. Bei unserem Besucht war auch der Strand fast menscheleer.
Trotz des aufklarenden Wetters hatten sich nur wenige Spaziergänger mit ihren Hunden an den einsamen Strand verirrt. Für mich war dieser Strand einer der schönsten Orte in New York!

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Verlassener Strand auf Coney Island

Wir schlenderten Richtung Westen an der Uferpromenade entlang und erreichten nach einem kleinen Spaziergang das Stadtviertel Brighton, auch „Little Odessa“ genannt. Hier lebt die größte russische Community der USA. In der ebenfalls nach dem englischen Kurort benannten Brighton Beach Avenue reihen sich unter der stählernen Bahntrasse zahlreiche russische und ukrainische Geschäfte, Bars und Restaurants aneinander. An den Straßenständen bieten Händler Spezialitäten wie Piroggen (Teigtaschen) oder Baranki (Teigkringel) an. Die Menschen sprechen hier Russisch und auch die meisten Schilder sind in kyrillischer Schrift geschrieben. So wirkt ein Auflug nach Brighton fast wie ein Abstecher in ein komplett anderes Land. Little Odessa ist ein weiterer Beweis für die Vielseitigkeit dieser wunderbaren Stadt! Wer nach New York kommt, sollte auf jeden Fall für ein paar Stunden an diesen abgelegen Teil der Stadt fahren!

 

 

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3 Gedanken zu “New York: Coney Island

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